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von Keren Kühn
Sie lacht. Sie lacht viel. Wer in ihrer Nähe ist, der lässt sich sofort davon anstecken.

Olivia Jeremias, jung, fröhlich, temperamentvoll und lebendig ebenso wie wissbegierig aufgeschlossen, begeisterungsfähig und ernst. Sie umfängt mit ihrer natürlichen Art, hinter alle Dinge und Themen schauen zu wollen, jeden Gesprächspartner sofort. Sie will mehr als nur beliebige Informationen, sie will mehr als nur rasch in Kürze erfassen, sie sucht nach den Momenten des Lebens, die Bestand haben. »Ich mache immer tausend Dinge«, beschreibt sie ihren Lebenstakt.

Atemlos und viel, das ist was zu ihrem Alltag abseits der Musik passt. Sie ist in Bewegung auf allen Ebenen. Sie wandert und klettert, sucht die Herausforderung.

»Ich mag es, Verantwortung zu tragen;, vielleicht ist gerade dies der Grund, warum Olivia Jeremias 2005 unerschrocken die Solostelle der Philharmoniker in Hamburg annahm.

»Ich bin nicht stolz, aber sehr glücklich mit dem, was ich bis jetzt erreicht habe. Ich arbeite auf etwas hin, will es unbedingt schaffen und wenn ich es dann erreicht habe, möchte ich immer weiter.« Weiter, das heißt für sie immer wieder aufs Neue den Klang, die Tonvorstellung auf dem Cello passend zu jedem Stück zu finden.

»Es ist nicht entscheidend für mich, wie laut das Cello ist, im Vordergrund steht für mich seine Klangfarbe. Seit April spiele ich auf einem Grancino Cello von 1698, vorher hatte ich ein Tononi. Der Unterschied ist nicht so groß, da ich ein Klangbild habe, das immer in dieselbe Richtung weist.« Genau dieser besondere Ton ist es, den sie ihrem Instrument entlockt, weich, warm, berührend, voller Tiefe, fordernd und zart zugleich. Sanft wiegend, energisch die Einsätze empfindend, spielt sie facettenreich und bringt ihr Cello zum Schwingen, schickt sie die Töne in den Raum.

»Mir ist es wichtig, so viel Liebe zur Musik zu empfinden, dass es sich auf das Spiel und das Publikum überträgt. Das wird manchmal vergessen, und dann geht es einzig um die technische Perfektion«, sagt sie, schüttelt dazu ihre blonden Haare und lässt die blauen Augen funkeln. Sie will eben mehr, sie scheut sich nicht, ein Teil Ihres inneren Sinnens auf die Saiten zu transponieren. »Cellospielen, zu musizieren, das heißt für mich, atmen und in Bewegung zu bleiben.«

Musik empfinden im Augenblick ist eine Sache, doch davor liegt harte Arbeit: Gedanken zur Phrase, den Themen, der Intensität, der Linie. »Musik, die Spannung darüber, dieses Hinführen, die Richtung, das ist Bogen-Choreographie pur.« Olivia Jeremias möchte etwas mitteilen, teilen mit demjenigen, der zuhört. Als Solistin in Konzerten ebenso wie im Orchestergraben oder auf dem Podium mit den Hamburger Philharmonikern. Sie ist unterwegs und wird es bleiben. Stillstehen, das passt nicht zu ihr, zu Olivia Jeremias.

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